Phoenix Gummiwerke Aktiengesellschaft, Hamburg

Datum: Oktober 1952
Nennwert: 1000 DM
Branche: Gummi, Reifen, Autozulieferer
erste DM Aktienemission
14,95 EUR *
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Einheit: Stk.
Produktdetails - Artikel-Nr.: 1223
Firmensitz Hamburg-Harburg , Deutschland
Wertpapier Typ Inhaberaktie
Wertpapier Art Stammaktie
Größe in cm ca. 20 x 30
Entwertet ja, Lochung im Siegel
Erhaltung 2 - gut bis sehr gut, gebraucht
Druckerei R. Oldenbourg, München
Besonderheit Bis 1969 wurde diese Aktie in % notiert.
Versandformat Standardgröße

Firmendetails

Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix AG

Phoenix Gummiwerke Aktiengesellschaft

Ehemals sehr bedeutender deutscher Reifenhersteller. Man begann bereits 1856 als Albert & Louis Cohen Gummifabrik in Harburg Gummischuhe, Bälle, sowie technische und chirurgische Gummiartikel zu produzieren. 1914 läuft die Produktion von Autoreifen an. Um das Jahr 1950 schließt man einen Kooperationsvertrag mit Firestone. Heute ist man auf Airbags, Kunststoffe und Schläuche spezialisiert.

Die traditionsreiche Phoenix Gummiwerke AG beginnt bereits 1856 und 1857 als Albert & Louis Cohen Gummifabrik in Harburg Gummischuhe, Bälle, technische und chirurgische Gummiartikel zu produzieren.

1872 wird Phoenix eine Aktiengesellschaft. Gegründet am 1. Juni.1872 nach Vereinigung der seit 1856 bestehenden Harburger Gummiwarenfabrik Menier und der Gummiwarenfabrik J. N. Reithoffer in Wien unter der Firma "Vereinigte Gummiwaaren-Fabriken Harburg-Wien vormals Menier-J. N. Reithoffer". Am 06.09.1922 wurde der Name nach Abtrennung des österreichischen Werkes (Wimpassing) und Umwandlung desselben in eine selbständige österreichische AG in Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix AG abgeändert.

1914 läuft die Produktion von Autoreifen an. Der erste Weltkrieg stürzt Phoenix in eine schwere Krise. War schon zuvor die Rohstoffbeschaffung zum Problem geworden, ist die Naturkautschukzufuhr nun völlig abgeschnitten.

Im Zweiten Weltkrieg zerstören Bomben 60 Prozent des Harburger Werks. Die Produktion kommt völlig zum Erliegen. 

Mit der Währungsreform kommt die Wende. Ein beispielhafter Kooperationsvertrag mit Firestone, sichert Phoenix den Anschluss an die Fortschritte der Reifentechnik.

Firestone und Phoenix trennen sich 1971. Der Rückzug aus dem Reifengeschäft beginnt. Dafür treten hochwertige technische Gummierzeugnisse und Polyurethanschaum-Formteile in den Vordergrund. Zusammen mit Mercedes-Benz werden die ersten Luftsäcke für das Airbagsystem in Kraftfahrzeugen entwickelt.

Die Änderung des Namens von Phoenix-Gummiwerke AG in Phoenix AG leitet eine erfolgreiche Umstrukturierung des Unternehmens auf zukunftsweisende Produkte aus Kautschuk und Kunststoff ein, die verstärkt auf dem europäischen Markt abgesetzt werden. Der Kunde steht fortan mit seinen Aufgabenstellungen im Mittelpunkt aller Überlegungen.

Phoenix übernimmt 1990 die traditionsreichen Gummiwerke Thüringen mit Werken in Waltershausen, Gotha und Hörselgau; Inzwischen wird im Werk Hildesheim der 1millionste Luftsack für das Airbag-System produziert - ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit im Kraftfahrzeug.

In einem Werk in Ungarn fertigt Phoenix seit Anfang 1996 Kühlwasserschläuche für Kraftfahrzeuge. Einführung der Phoenix-Strategie 2000, Einleitung einer Holdingstruktur durch Gründung der Teilgesellschaften:

- Phoenix Airbag GmbH
- Phoenix Kunststoff GmbH
- Phoenix Automotive Schlauch & Profil GmbH

Phoenix an der Börse: Letzter Stand 2005
Wertpapier-Kenn-Nr.: 603100, Inhaber-Stammaktien
Notiert: amtlich in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München; Bremen geregelter Markt Freiverkehr in Stuttgart - Notiert seit 1948
Seit 21.12.1998 Stückaktien o.N.; seit 1.10.1996 Stücknotiz zu DM 5,-; seit 25.8.1969 Stücknotiz zu DM 50,-; vorher Prozentnotiz



Aus der DM-Zeit sind von der Phoenix Gummiwerke AG mehrere Emissionen ab 1952 bis 1969 bekannt. Alle Jahrgänge im Nennwert 100 und 1000 DM, der letzte auch als 50-er. Das alte Firmenzeichen befindet sich in groß im Unterdruck und klein im Trockensiegel. Aufwendiger Sicherheitsdruck der Wertpapierdruckerei R. Oldenbourg. Allerfeinste Bordürengestaltung und klassische Aktiengestaltung der 1950er Jahre.
Nach der Umbenennung 1978 in Phoenix AG wird deutlich später noch einmal eine neue Aktie gestaltet, die ebenfalls von Oldenbourg hergestellt wurde. Hiervon gibt es nur den Jahrgang 1996 in vier Nennwerten von 5 DM bis 500x5 DM. Bildbeispiel, Nummern können abweichen.
* Alle Preise zzgl. Versandkosten. Die USt. wird nach §25a Differenzbesteuerung ermittelt, daher erfolgt kein gesonderter Mwst. Ausweis.
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