Artikelsuche

Erweiterte Suche Hinweise zur Suche Suche nach Preisklassen:

Wir verwenden ein Session-Cookie das zum Betrieb des Shops technisch notwendig ist:  > siehe Info


Infoticker 2019 - aktuelle Informationen zum Sammelgebiet DM-Aktien

Nur zum persönlichen, privaten Gebrauch. Kopieren, Vervielfältigen, Weitergabe und kommerzielle Verwendung sind nicht gestattet.

Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen ohne jegliche Gewähr. Bei verändertem Informationsstand werden ggf. Korrekturen vorgenommen. Für konstruktive Hinweise (bitte per Email oder Telefon) bedanke ich mich.

Die Chronologie geht von unten nach oben. Der erste Eintrag des Jahres steht ganz unten, der jeweils neueste ganz oben.

 

 

Honsel-Werke AG, Meschede
Zu der unten Erwähnten 2008-er Namensaktie > hier noch ein Bild. Mir ist von 2 Aktien bekannt, die beide auf die Stückzahl 24 ausgestellt sind. Das ist sicher kein Zufall. Vermutlich wurden ältere Nennwerte hiermit ersetzt, die Spitzen in einer Kapitalanpassung geglättet. Z.B. könnte es der 50 DM Nennwert sein, der nach einer Anpassung auf 1 Euro bzw. Stückaktien mit rechnerischem Nennwert 1 EUR die 24 Aktien ergeben würde.
Ungewöhnlich auch das Hochformat, kein klassischer Aktiendruck wie die älteren Emissionen, kein Wasserzeichenpapier, nur Schriftzug und Logo und strukturiertes, verstärktes Papier.
Die Aktie stammt aus einer Sammlung DM-Aktien, vielen Dank an den Sammler für das Bild. Vermutlich gibt es nur eine Hand voll Stücke davon, max. R9 würde ich schätzen, eher R10.

 

 

Walther Electronic AG, Gerstetten
1979 zur AG-Gründung und 1980 mit einer Kapitalerhöhung wurden Aktien zur Kapitalbeschaffung ausgegeben. Die 50-1979 ist am meisten verbreitet aber alles andere als Massenware, die 1000-1979 (20x50) ist hingegen deutlich seltener. Die 20-er Aktien stellten beim Börsengang einen erheblichen Börsenwert dar, den sich nicht jeder leisten konnte. In der Regel sind bei beiden Coupons ab Nr. 3 dabei, es wurden nur 2 Jahre lang Dividende bezahlt.
Von 1980 sind noch zwei nummerierte (Teilblanketten ohne Kontrollunterschrift) bekannt in den Nennwerten 20x50 DM und 200x50 DM. Vermutlich stammen diese von ehemaligen größeren Aktionären.

 

 

Honsel-Werke AG, Meschede
Honsel firmiert heute als Martinrea Honsel Germany GmbH und ist ein Fahrzeug-Zulieferer für Leichtmetallkomponenten. Das Unternehmen entwickelt und produziert Erzeugnisse aus Aluminium und Magnesium in allen gängigen Fertigungsverfahren des Gießens, Strangpressens und Walzens für Motor, Getriebe, Fahrwerk und Karosserie von PKW und Nutzfahrzeugen.
Fritz Honsel gründete bereits 1908 in Werdohl die Firma Aluminium Werke Gebr. Honsel zur Fertigung von Essbestecken aus Aluminium. Es war das erste Unternehmen, das Aluminium wieder einschmelzen konnte. Im Jahr 1911 siedelte er nach Versevoerde über, gleichzeitig entstand eine Fabrik in Werdohl-Eveking. Es wurde mit der Herstellung von Aluminium-Kokillenguss begonnen. Ab 1999 waren Finanzinvestoren bei Honsel am Werk und nach turbulenten Jahren musste man im Oktober 2010 Insolvenz anmelden. Im Juli 2011 wurde die Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Danach übernahm die Martinrea Honsel Germany GmbH die Standorte Meschede, Soest und Nuttlar.

An DM-Aktien gibt es 5 Emissionen von 1960, 1969, 1972, 1979 und 1989. Bis 1979 sind die Papiere Namensaktien. Es gibt die Nennwerte 1000 DM und 10.000 DM, von 1972 gibt es auch Vorzüge. Alle Stücke bis 1979 sind nur als Blankopapiere bekannt.

1989 wurde auf Inhaberaktien umgestellt, das Druckbild der Aktien wurde dabei völlig neu gestaltet. Es gibt hier die Nennwerte 50, 1000 und 2500 DM, die kleine ist auch als "gelaufene" bekannt. 2008 gab es dann unter dem neuen Namen Honsel AG noch eine Stückaktie, sie ist auch als gelaufene bekannt. Zu den Blankodrucken gibt es auch noch Couponbögen, alt und neu. Praktisch alle Honsel-Papiere sind selten bis sehr selten.

 

 

Badische Kundenkreditbank AG, Freiburg im Breisgau
Die Gründung als Aktiengesellschaft erfolgte im Jahr 1966 zur Weiterführung der Badischen Kundenkreditbank eGmbH. Beteiligt waren neben der heutigen DG Bank - Deutsche Genossenschaftskasse Frankfurt, etwa 30 Volksbanken in Baden Württemberg, sowie freie Aktionäre aus der Privatwirtschaft und dem Handwerk. 1983 erfolgte zusammen mit der Allgemeine Finanzierungsbank AG in Frankfurt die Verschmelzung auf die Münchner Kreditbank AG im Zuge des allgemeinen Konzentrationsprozesses im Bankensektor.
Aktien aus der DM-Zeit gibt es aus den Jahren 1966, 1969 und 1971, mind. 11 verschiedene Stücke. Es sind gelaufene Stücke bekannt, manche aber auch nur als Blankodrucke wie z.B. die 5000 DM aus 1969. Die Blankodrucke sind seltener als die gelaufenen.
Weitere Bilder: 10.000 DM - 1966 50 DM - 1971, 1000 DM - 1966.

 

 

Hamol International Cosmetics AG Tübingen, Pliezhausen
Die Hamol-Kosmetik GmbH in Pliezhausen, Kreis Tübingen, Baden-Württemberg entwickelte, produzierte und vertrieb Kosmetikartikel. Sie wurde 1973 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die AG war mit Verwaltungssitz in Tübingen eingetragen, der operative Geschäftsbetrieb wurde weiterhin in Pliezhausen durchgeführt. Bereits im Jahr 1976 wurde die AG wieder in eine GmbH umgewandelt. Die Rückwandlung in eine GmbH wurde durchgeführt, weil die "The Mennen Company" in Morristown/USA die Mehrheitsanteile der AG übernommen hatte. Diese Besitzverhältnisse bestanden zumindest bis Mitte der 1980-er Jahre. Später wurde Hamol vermutlich vollständig in den Mutterkonzern integriert, der alte Firmenname bestand aber noch längere Zeit am Standort Pliezhausen. 1977 wurde die Hamol Swiss gegründet und die Marke Hamol auch ins Schweizer Markenregister eingetragen. 1985 gingen diese Markenrechte an die niederländische B.V. Hamol, Rontgenstraat 16, Oud-Beijerland.
Hier die Blankoversion der einzigen Aktien-Emission aus dem Jahr 1973. Hergestellt von Giesecke & Devrient mit der für diese Druckmuster typischen vollflächigen Giesecke Bedruckung auf der Rückseite. Kleine Lochungen zur Entwertung. Es ist nur dieser eine einzige Nennwert über 100.000 DM bekannt. Die Aktie ist selten. Es sind keine freien Stücke im Markt verfügbar.

 

 

Vereinigte Kammgarn-Spinnereien AG, Bremen
1882 Gründung als Kammgarnspinnerei Düsseldorf durch Übernahme der 1853 eingetragenen Mechanischen Kämmerei und Kammgarnspinnerei von Fr. Bockmühl Söhne. Ab 1969 Vereinigte Kammgarn-Spinnereien AG und Ausgabe der einzigen DM-Aktien im Jahr 1971. Ab dann folgt eine bewegte Geschichte bis zuletzt die Gutbrod AG in den verbliebenen Aktienmantel eingebracht wurde.

Von der 1971-er Emission sind die Standardnennwerte 50, 100, 500 und 1000 DM als "gelaufene" bekannt. In der Regel in guter Erhaltung und mit Siegellochung. Es gibt aber auch Stücke mit Schnittentwertung. Als Blankodrucke existieren noch fünf große Nennwerte über 50.000, 125.000, 650.000, 1 Million und 2 Millionen DM.
Die Aktien wurden bei Giesecke & Devrient in München gedruckt.

 

 

Schlossgartenbau-Aktiengesellschaft, Stuttgart
Seit 2004 arbeiten unter dem gemeinsamen Dach der LEG Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg renommierte Stuttgarter Immobilienunternehmen mit teils langer Tradition: Die Bahnhofplatz-Gesellschaft Stuttgart Aktiengesellschaft, die Indusrtriehof Aktiengesellschaft, die Schlossgartenbau-Aktiengesellschaft und die LEG Geschäftsbauten GmbH. Jede Gesellschaft vermietet und verwaltet einen eigenen Bestand, zu dem Renommierobjekte wie der Hindenburgbau, die Königstraße 1 und die Klettpassage gehören. Die Schlossgartenbau-AG verwaltet neben der Königstrasse 1 auch das Geschäftshaus Neue Brücke 8, nahe dem Rathaus. Die Firmengründung war 1921.

Aus der DM-Zeit gibt es Aktien aus den 4 Emissionsjahren 1951 (Stämme und Vorzüge je 100 und 1000 DM), 1968 (100 und 1000 DM), 1982 (100 und 1000 DM) und 1992 (Stämme und Vorzüge je 50 DM). Die 1951er wurden bei Christian Belser in Stuttgart gedruckt, das alte Druckbild ist das selbe wie bei der Bahnhofplatz-Gesellschaft. 1968 wurde das Druckbild geändert und modernisiert. Von der 100-er dieses Jahrgangs gibt es Aktien gedruckt bei Belser in Stuttgart, ebenso wie von Oldenbourg in München. Sie sind nahezu identisch, die Schriftstärke unterscheidet sich etwas und natürlich das jeweils verwendete typische Wasserzeichenpapier der Druckereien. Ob dieser Wechsel schon der Beginn des Ausstiegs von Belser aus dem Wertpapierdruck darstellt ist ungeklärt da Belser andere Aktien noch bis mind. 1974 weiterhin selbst druckte.

Nicht alle Stücke sind gleich gut verfügbar. Die Vorzüge sind eher selten, von den 100ern 1968 und 1982 gibt es auch keine großen Mengen, die 50er Stammaktie des letzten Jahrgangs ist hingegen häufig.

Kaum bekannt sind auch ganz wenige erhaltene Blankopapiere die es von Belser ebenso wie von Oldenbourg gibt.

 

 

Technocell AG, Spezialpapierwerke & Zellstofftechnik, München
Aus der MD Papierfabrik Pasing Nicolaus & Co in München entstand 1986 die Technocell AG. Sie nannte sich Technocell Aktiengesellschaft, Spezialpapierwerke & Zellstofftechnik. Diese entwickelte ein technologisch führendes, besonders umweltfreundliches Verfahren zur Zellstoffherstellung.
Bekannt sind die Jahrgänge
1986, 1989 und 1990, jeweils in den Nennwerten 50, 20x50 und 100x50 DM. Die Aktien kamen durch Auslieferungen und Altaktionäre in den Sammlermarkt und sind daher unentwertet und in der Regel mit Coupons, meist ab Nummer 9. Ob es auch Globalurkunden mit hohen Nennwerten gibt ist mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

 

 

Süddeutsche Bodencreditbank, München
Die Süddeutsche Bodencreditbank AG ist ein alteingesessenes Münchner Kreditinstitut und wurde im Jahr 1871 gegründet. 1934 erfolgte die Fusion mit der Mitteldeutsche Bodenkredit-Anstalt in Greiz und 1937 mit der Bayerische Bodencredit-Anstalt in Würzburg.
2001 erfolgte der Zusammenschluss mit zwei weiteren Instituten aus der HVB-Gruppe zur neuen Hypo Real Estate Group, die danach zusätzlich zu München auch in weiteren großen Deutschen Städten präsent war.

Es gibt aus der DM-Zeit die Emissionen 1953 (100 und 1000 DM), 1962 (100 DM) und 1971 (50 DM). Von der Südboden sind meines Wissens keine gelaufenen DM-Zertifikate im Sammlermarkt bekannt. Die Aktien wurden bei Giesecke & Devrient hergestellt. Sie sind im Siegel und bei den Unterschriften gelocht. Es gibt aber auch Stücke die zusätzlich zur Siegellochung seitlich rechts und links eine Doppellochung vom Bürolocher haben.
Die Südboden-Aktien sind keine Raritäten, aber alles andere als Massenware.

 

 

Hille-Werke AG, Dresden, Düsseldorf
Aus dem Reichsbankbestand (BAROV) kennt der Sammlermarkt mit Firmensitz Dresden zahlreiche Aktien-Emissionen und ist damit für Regional- oder Branchensammler reichlich versorgt.
Der Firmenmantel der AG wurde 1951 nach Düsseldorf verlegt. Ab 1964 Firmierung als GmbH, 1967 als Aktiengesellschaft aufgelöst, 1968 erloschen. Der operative Betrieb wurde 1946 im Osten zum Volkseigentum: VEB WMW Hille, 1952 VEB Feinstmaschinenwerk, 1959 VEB MIKROMAT, 1990 Mikromat Werkzeugmaschinenfabrik GmbH bei der Treuhand, 1992 von dieser verkauft und privatisiert.
In der DM-Zeit mit AG-Firmensitz Düsseldorf wurde im Jahr 1959 ein Genussschein herausgegeben. Diesen gibt es in den Nennwerten 2 DM,
> 20 DM und 100 DM. Dabei ist es aus der DM-Zeit geblieben. Es sind die einzigen bekannten DM-Papiere. Vor der Umfirmierung zur GmbH 1964 ist es zu keiner Aktienemission mehr gekommen. Ungewöhnlich auch die Druckerei der Genussscheine die ich sonst noch nirgends auf Papieren der DM-Zeit gesehen habe: Heinrich Kathagen in Witten-Annen.

 

 

Uhren-Weiss AG, Frankfurt am Main
Uhren-Weiss wurde 1961 mit einer Kapitalerhöhung von 5 auf 10 Mio. DM in eine AG umgewandelt und Aktien ausgegeben die noch nicht börsengehandelt waren. Die Anteile lagen bei der Gruppe Leon Weiss (Majorität), Münemann, Lewis Weber und Arje Paluch. Dazu kamen vermutlich noch ein paar kleinere Aktionäre.
Weiss verkaufte 1961 ca. 55% Uhren und 45% Schmuck und Gold. Die Firma glänzte durch aggressive Preisstrategien (20% unter Fachhandel durch Reimporte) und ausgefallene Marketingideen. Man verkaufte in Läden, im Versandhandel und im Direktverkauf. Für das Jahr 1962 waren Umsätze von 30-35 Mio. DM angepeilt. In Werbeanzeigen 1962 nannte man sich größtes Uhren-Fachgeschäft des Kontinents. In 20 deutschen Städten führte Weiss exklusive Läden.
Die von Giesecke & Devrient gedruckten Aktien sind unentwertet, original erhalten und stammen in der Regel von den ehemaligen Aktionären. 1961 ist der einzige im Sammlermarkt bekannte Jahrgang. Es scheint keine weitere Kapitalerhöhung gegeben zu haben. Es gibt die Nennwerte 100, 500, und 1000 DM. Die beiden höheren sind deutlich seltener als der kleine. Hier ein Bild der
500 DM Aktie und dem zugehörigen restlichen Couponbogen.

 

 

WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG
Aus einer ganz frühen Auslieferung der 1990-er Jahre stammt diese
unentwertete WCM Aktie des Jahrganges 1994. Gleichzeitig eine der ersten deutschen Aktien mit dem neuen kleinen Nennwert 5 DM. Dazu gibt es den noch fast vollständigen Couponbogen. Der fehlende 1-er Coupon deutet auf ein Auslieferungsdatum im Jahr 1995/1996 hin. Ein tolles Papier für Sammler, die sich speziell für unentwertete Aktien interessieren.

 

 

Volksbank Essen AG
Die heutige GENO Bank Essen wurde schon im Jahr 1896 als Genossenschaft gegründet. Wenige Jahre darauf, 1903 erfolgt die Eintragung als "Volksbank Essen eG" in das Genossenschaftsregister. Erst im Mai 1987 wird man dann zu einer Aktiengesellschaft. Diese Rechtsform wird im Jahr 2003 durch die Fusion der Volksbank Essen AG und der Spar und Darlehnskasse Essen eG zur Genossenschaftsbank Essen eG wieder abgelegt. Die fusionierten Gesellschaften arbeiten seitdem unter dem Namen "GENO Bank Essen eG als typische Genossenschaftsbank im Volksbankenverbund.

Bei Oldenbourg wurden nach der AG-Gründung Namensaktien gedruckt, erstmals 1988 (hier sind die Unterschriften noch handschriftlich drauf!). Weitere Jahrgänge sind 1989, 1991, 1992, 1993 und 1994. Alle bislang im Sammlermarkt aufgetauchten Stücke haben den Nennwert 50 DM. Zumindest von der 1988-er Emission ist auch ein Druckmuster bekannt. Dieses dürfte derzeit das seltenste Papier sein.

 

 

Stolberger Zink AG für Bergbau und Hüttenbetrieb, Aachen
Unter dem alten Firmennamen mit Ausgabeort Aachen sind die Jahrgänge 1951 (100 und 1000 DM),
1964 (100 DM) und  1969 (50 DM) bekannt. Später änderte sich die Firmierung in den kürzeren Namen Stolberger Zink AG, der Ausgabeort der entsprechenden Aktien des Jahrgangs 1982 wechselte nach Stolberg. Aus diesem Jahr sind die Nennwerte 50 und 50.000 DM (1000x50) im Sammlermarkt bekannt.

 

 

Stelcon Aktiengesellschaft, Essen
Stelcon produziert Flächenbefestigungen (Bodenplatten für Industrie und Gewerbe), Produkte zum Gleisbau (Straßenbahnen) und Umweltschutzprodukte wie Großflächenplatten für Tankstellen und Abfüllanlagen, LKW-Wannen für Verladebereiche etc. Bereits 1919 wurde die Firma "Industrieböden Fritz Ebener" gegründet. Ab 1928 neue Firmierung als "STELCON" (Steel - Concrete). Fritz Ebener entwickelt in jener Zeit die Stelcon-Stahlankerplatte, die Patentschutz erhält. 1959 erfolgt die AG-Gründung. 1991 übernommen von der Readymix AG, Ratingen. Seit 2003 ist der Firmensitz in Germersheim in Baden.
Alte DM-Aktienemissionen sind aus den Jahren 1959,
1962, 1966 und 1970 im Sammlermarkt bekannt. Sie wurden bei Giesecke & Devrient gedruckt. 1987 erscheint eine Emission in 3 Nennwerten (50, 100, 1000 DM) mit einem völlig neu gestaltetem Druckbild und grundlegend "modernisiert", ebenfalls bei G&D hergestellt. Spätere Ausgaben sind nicht mehr bekannt.
Nachtrag: Vom Jahrgang 1959 gibt es mit gleichem Datum (Juli 1959) auch eine Namensaktie. Aktuell bekannte Marktmenge sind nur 2 Stücke, Blankodrucke von Giesecke & Devrient.

 

 

Stangl Aktiengesellschaft, Waldkraiburg
Die Stangl AG stellt seit 1962 Betonwaren her und hat sich auf Beton in Garten und Landschaft spezialisiert. Das heißt, der Kunde bekommt auch alle Arten von Sonderanfertigungen, Stufen, Blöcke, Säulen, Mauerscheiben, Brunnenanlagen u.v.m. 1982 wurde die bisherige Stangl & Co. GmbH in eine AG umgewandelt.
Aktien wurden dann erstmals im 
> Jahr 1983 ausgegeben und sind somit die "Gründeraktien" der AG. Eine öffentliche Börsennotiz gibt es nicht. Aktionäre sind vermutlich ausschließlich Familienmitglieder, Mitarbeiter und verbundene Unternehmen. Es gibt noch zwei weitere Jahrgänge von Stangl (1988, 1992), die allerdings nur als Blankopapiere bekannt sind. Ob die entsprechenden Kapitalerhöhungen auch zustande kamen ist mir nicht bekannt. Wer von diesen beiden Jahrgängen welche hat und ein Bild zur Verfügung stellen kann, einfach per Email zusenden, ich werde es dann hier veröffentlichen.  Die modern gestalteten Papiere wurden bei Giesecke & Devrient in München gedruckt. Die "gelaufenen" 1983-er sind zur Entwertung vorderseitig gestempelt und gut erhalten.

 

 

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
Die R+V Versicherung AG (Raiffeisen- und Volksbanken Versicherung) ist eine der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands und Obergesellschaft des R+V Konzerns mit Sitz in Wiesbaden in Hessen. Sie wurde 1922 als Raiffeisen Allgemeine Versicherungsgesellschaft a.G. und Raiffeisen Lebensversicherungsbank a.G. in Berlin gegründet und gehört heute gehört zur genossenschaftlichen FinanzGruppe des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR). Eine öffentliche Börsennotiz der R+V hat es nie gegeben.
Eigentümer sind die DZ-Bank (92,1%), Volks- und Raiffeisenbanken (6,1%) und 1,8 % Sonstige Anteile in der Genossenschaftsorganisation.

Aus der DM-Zeit gibt es zahlreiche Aktienemissionen, insgesamt mind. 32 verschiedene, möglicherweise noch die eine oder andere mehr. Bekannte Jahrgänge sind 1975, 1977, 1985, 1986 und 1988. Der kleinste (100 DM) und der größte bekannte Nennwert ( 1 Million DM) stammen aus dem Jahr 1986, ansonsten sind viele weitere große Nennwerte von 5.000 bis 500.000 DM vertreten. Alle Stücke sind blanko, gedruckt bei Giesecke & Devrient, gelaufene kenne ich nicht und es sind vermutlich auch keine im Markt bekannt. Alle o.g. Blankodrucke sind selten bis sehr selten, R11, R10, R9.

Hier ein paar Bilder der 1986-er Emission:  > 500 DM  < 1000 DM,   > 10.000 DM

 

 

Rational AG, Landsberg am Lech
Rational ist ein weltweit agierender Konzern der Geräte für Groß- und Gewerbeküchen herstellt und rund den halben Weltmarkt bedient. Die hochdekorativen Aktien stammen von Schleicher & Schuell aus Einbeck. Vor langer Zeit hatte ich für einen Kunden eine Auslieferung veranlasst. Inzwischen lagen die Börsenkurse im Hoch bei rund 700 EUR und im Sammlermarkt kann man nur hoffen, dass die tollen Stücke eines Tages vielleicht als entwertete zu bekommen sind. Hier die 
> 1-er Stückaktie des Jahres 2000, gelaufen und unentwertet.

 

 

Hirschbrauerei Aktiengesellschaft, Düsseldorf
1974 Einstellung des Brauereibetriebes. Die Königsbacher Brauerei AG vorm. Jos. Thillmann war neben der Dortmunder Union-Schultheiss-Brauerei AG (heute Brau und Brunnen) lange Mehrheitseigner. Nach dem Verkauf 1996 an Peters & Bambach Privatbrauerei GmbH & Co. KG erfolgte 2004 der Squeeze-Out. Einige Jahre nach diesem Squeeze-Out gelangten auch gelaufene Papiere in den Sammlermarkt, daneben existieren
Blankopapiere von Giesecke & Devrient in sehr guter Erhaltung im Markt, teilweise mit  > Couponbogen, die alten großen 10-er Blätter.

Bislang im Markt bekannt sind die 1000 DM von 1953, 500 DM von 1960 und 100 DM von 1969. Falls jemand weitere Stücke kennt bitte melden.

 

 

Schweizer Electronic AG, Schramberg im Schwarzwald
Im Sammlermarkt ist nur der Jahrgang 1989 zum Börsengang bekannt und verfügbar. Das sind die Nennwerte 50 und 20 x 50 DM. Spätere Jahrgänge gibt es nicht mehr, Globalurkunden sind bis heute nicht aufgetaucht.
Aber die Standardnennwerte gibt es auch als 
> Specimen mit der Nr. 000. Durch den roten Aufdruck nicht unbedingt schöner, aber deutlich seltener als die gelaufenen.

 

 

Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen - BASF
Heute geht es weiter mit drei weiteren Globalaktien in Bildform.
Hier das 
> Bild der 50.000 DM Aktie (1000 Aktien x 50 DM) des Jahrgangs 1970 und der gleiche Nennwert aus > 1971.
Und hier der nächst höhere Nennwert
> 100.000 DM, Ausgabejahr 1957.

 

____________________________

www.sammleraktien-online.de
www.sammleraktien-online.eu

© Joachim Hahn, Drosselweg 6, 72108 Rottenburg, Germany
Nur zum persönlichen, privaten Gebrauch. Kopieren, Vervielfältigung, Weitergabe, Weiterverwendung , kommerzielle Verwendung und EDV-mässige Weiterverarbeitung dieser Publikation sind nicht gestattet, bzw. nur mit schriftlicher Zustimmung des Autors. Ausdrucke nur zum privaten Gebrauch.
2019 - Vers. 5.01