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Geschichte der F. Schichau, Seebeckwerft, Unterweser AG

  F. Schichau AG

Schichau Seebeckwerft AG

Schichau Unterweser AG

Schiffbau-Gesellschaft Unterweser AG



Die F. Schichau AG - Elbling

Betrieb von Schiffswerften, Maschinen- und Lokomotivfabriken sowie von Eisengießereien. Gegründet bereits im Jahr 1838, am 28.5.1929 in eine GmbH umgewandelt; eine Aktiengesellschaft war man seit 5.9.1941, eingetragen am 3.11.1941.

1943 bestand eine Zweigniederlassung in Danzig. 1949 verlagert nach Bremerhaven, zum Teil quotale Ablösung der Teilschuldverschreibungen (von 1943), 1958 umfirmiert in F. Schichau GmbH, Bremerhaven, 1972 nach Fusion mit der Schiffbau-Gesellschaft Unterweser AG, Bremerhaven, umfirmiert in Schichau-Unterweser AG, Bremerhaven.

1982 Vergleichsverfahren, 1988 verschmolzen mit der Seebeckwerft AG zur Schichau Seebeckwerft AG, 1998 Schichau Seebeckwerft AG i.A., Bremerhaven, später SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven.

 

Die Geschichte der Schichau Seebeckwerft

 

Bild von E. Viehweger, "Schichau-Werft" (1954)1876 gründete Georg Seebeck eine kleine Werkstatt in Geestemünde mit 5 Gesellen

1879 baute Meister  Seebeck das erste richtige eiserne Schiff die Barkasse "Minna" mit 6,7 BRT

1891 kaufte Seebeck den Dockbetrieb von "Schau und Oltmanns" am linken Geesteufer auf.

1892 übergab Seebeck 5 Fischdampfer

1895 Seebeck wird Aktiengesellschaft

1906 Bau des Werftplatzes am Petroleumhafen

1907 Seebeckwerft hat 1054 Beschäftigte. Seebeck ist Mitbegründer der Norddeutschen Hochseefischerei

1910 Inbetriebnahme der Baudocks und einer kleinen Helling

1914-1918 Bau von Minensuchbooten, Torpedobooten, Flußminenräumern und von U-Booten, die nicht mehr vom Stapel liefen

1918 und später Bau von Frachtern und Fischdampfern

1925 Anbindung an die Deschimag, Bankier Schröder erwirbt die Aktienmehrheit 5.10.1928 Fusion Deschimag und Seebeck  Übernahme des König-Georg-Dock der geschlossenen Tecklenborg-Werft

1931  Die Zahl der Beschäftigten sank von 5635 auf 1658 Personen

1939-1945 Umbau vieler Fischdampfer zu Vorpostenbooten, U-Boot-Jägern und Hilfsminensuchenbooten

1939 Bau des U-Boot-Typs IXC und später Bau des U-Boot-Typs XXI, hier baute Seebeck die 141 Sektionen des Typ VII

1940 Krupp übernimmt die Deschimag und damit auch die Seebeckwerft

1942 Bau der Hebeschiffe "Energie" und "Ausdauer"

1945 Umbenennung der Deschimag in AG "Weser"  und später -in dieser Zeit baute Seebeck so viele Fischdampfer wie noch nie

1949 Bau von Fährbooten, Fischdampfern und Küstenfahrern, Umbauten

1956 Einführung der 45-Stunden-Woche

1965 Seebeck baut die ersten Fähren "Norwave" und "Norwind"

1967 Hochseeschlepper "Bremen" entsteht

1966- 68 Modernisierung und Erweiterung der Werftanlagen

1968 Programm für Serienschiffe z.B."Gerdt Oldendorff"

1972 Taufe des Fischfangfabrikschiffes "Karlsburg"

1973- 1975 der zweite große Umbau der Werft für größere Schiffe wie "Norland" und "Norstar"

1977 Bau der Fähre "Hollandia"

1982 Bau der Fähre "Olau Britannia"

1983 Verlängerung der Luxusfähre "Royal Viking", Bau der "MS-Railship", der größten privaten Eisenbahnfähre der Welt

1986 Bau der Autofähre "Nils Holgerson"

1988 Fusion mit der Schichau-Unterweser-Werft

1988 Bau des Luxus-Kreuzliners "Seaborn Pride", und von "Nils Dacke", der größen Kombifähre der Welt, sowie des Vollfrosters "Jan Maria"

1989 Bau der "Olau Hollandia" und Bau des neuen Ausrüstungszentrums

1990 Bau von "Railship III", Anlauf des Containerschiff-Baus z.B."Contship La Spezia", Abbau der Belegschaft, Einführung von Bildschirm-Arbeitsplätzen

1991 Stapellauf der Jumbo-Frachtfähre "European Seaway"

1992 Übergabe des Luxusliners "Royal Viking Queen" und Kombifähre "Pride of Burgundy", weiter Bau von Containerschiffen

1994 Sektionsbau für die "Costa Victoria"für den Vulkan in Bremen

1996 im September trennte sich SSW vom Vulkan. An die Stelle der alten Schichau Seebeckwerft im Konkurs trat nun die "SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH". Mit einem Kapital von 100.000DM ist Konkursverwalter Wolfgang van Betteray alleiniger Gesellschafter.

1997 Bau der Cotunav-Fähren "Ulysse" und "Salamba". 1996 Unteraufträge für die "Costa Victoria" bei der Lloydwerft Bremerhaven. 1998 Unteraufträge für die Lloydwerft Bremerhaven im Rahmen der Ausrüstung des Costa II-Rumpfes, Projekt 108, "Norwegian Sky".

1.Mai 1998 mit rund 500 Beschäftigten, davon die Hälfte mit unbefristeteten Verträgen, nimmt die "SSW Fähr-und Spezialschiffbau GmbH" auf dem Gelände der ehemaligen Seebeckwerft ihre Tätigkeit auf. Auftragsvolumen 50 Mio. DM. Zunächst soll sich das Unternehmen mit dem  Sektionsbau beschäftigen. Ziel des Unternehmens sei aber der Bau von ganzen Schiffen, betonte Hans Tempel.

Am 12. August 1999 war ein ganz besonderer Tag für SSW: Fast vier Jahre nach dem letzten Neubauauftrag, mehr als drei Jahre nach dem Konkurs und zwei Jahre nach der Ablieferung des letzten Schiffes hat die Werft ihr Comeback geschafft:: Bis Juli 2001 soll SSW zwei Fährschiffe für die Ostsee-Reederei TT-Line bauen.
Die entscheidende Rolle im Hintergrund spielten allerdings die Gesellschafter Karl Ehlerding und Friedrich Dieckell, die die Sicherheiten für den Bau der Fähren stellten.

Um die Aufträge fristgerecht abzuarbeiten erklärte SSW, es wolle seine Stammbelegschaft von 380 Mann auf 500 aufstocken.
Die beiden mit je 36 000 BRZ vermessenen TT-Line-Fähren werden mit einer Länge von 190 Metern und einer Breite von 29,50 Metern zu den größten Schiffen gehören, die jemals bei Seebeckwerft gebaut wurden. Mit einer Reisegeschwindigkeit von 22 Seemeilen pro Stunde können sie 744 Tagespassagiere und Lkws auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern auf drei Decks befördern. Für die Nachtfahrt stehen 642 Betten zur Verfügung. Neuartig ist der dieselelektrische Antrieb, bei dem die Elektromotoren und Propeller in um 360 Grad drehbaren Gondeln, so genannten Azipods, unter dem Heck der Schiffe montiert sind. Das verbessere die Manövrierfähigkeit und schaffen zusätzlichen Transportraum.

Seitengestaltung © Joachim Hahn
Information und Bilder von der  Schichau Seebeckwerft AG, Busso Peus