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Infos zur CasMaker gaming & entertainment - Betonusa AG

CasMaker gaming & entertainment AG

Betonusa AG (Bet-on-USA)


 

Die Historie der CasMaker AG bzw. Betonusa AG ist bzw. war sehr lebhaft, spannend, auch verwirrend und verworren und insbesondere - zumindest ein wenig - undurchsichtig.

Im Mittepunkt steht u.a. Mike Hansch, Unternehmer im Bereich Spielstätten, der bereits aus jahrelanger eigener Erfahrung wusste, welche Umsätze und lukrative Margen im Casino-Business zu erzielen sind.

Anfang 2003 ergab sich dann für ihn die einmalige Gelegenheit, sein Betätigungsfeld auf das Internet auszudehnen.

Mike Hansch kaufte im April 2003 mit den Gewinnen aus seinen bisherigen Geschäften die "Digital Media N.V." und die dazugehörige "BizOnNet N.V." mit Sitz in Curacao auf den Niederländischen Antillen. Das Firmengeflecht verfügte nicht nur über eine eigene Internet-Casino-Masterlizenz & Softwarelizenz, sondern besaß technische Einrichtungen, die für den Betrieb von Internet-Casino-Portalen notwendig waren.

2004 waren gegen Mike Hansch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Geldwäsche in Gang gekommen. Die Vorwürfe erhärteten sich jedoch nicht endgültig. Daraufhin stoppte das Landgericht Hildesheim mit einer Verfügung vom Dezember 2005 die Staatsanwaltschaft Hannover.

Um die Portale nun zukünftig vernünftig vermarkten zu können, entwickelte Mike Hansch das Geschäftsmodell der stillen Beteiligungen, da für das Marketing zusätzliche eine Menge Gelder benötigt wurden. Im Zuge des Geschäftsmodells wurden die "CasMaker Ltd." und die "Digital Views AG", die Vorläufergesellschaft der späteren Betonusa AG, gegründet.

Die CasMaker Ltd. war die Vertriebsgesellschaft und die Digital Views AG die Marketinggesellschaft für das Geschäftsmodell.

Anfang 2005 ergab sich dann die Gelegenheit, ein bereits höchst profitables Casino-Portal namens "www.betonusa.com" zu sehr günstigen Konditionen zu erwerben.

Gekauft wurden in diesem Zusammenhang nun die "Internet Empire Entertainment Ltd." (IEE Ltd.), Antigua, als Betreiber der Internetseiten und die "Cybertronix Inc.", Kanada, als dazugehörige Marketing- und Supportgesellschaft.

Man sieht schon hier, es entwickelte sich ein mehr oder weniger undurchschaubares Firmengeflecht. Die CasMaker AG war 2006 in allen Segmenten des Online-Glücksspiels wie Event-Wetten, Casino-Spiele und Player-to-Player-Angebote tätig und war im Besitz von 85 Online-Spielportalen.

Das Geschäft der "Digital Media N.V." entwickelte sich zunächst gut und die Ausschüttungen an die stillen Beteiligten gingen langsam aber stetig nach oben.

Aufgrund des Börsenganges der Firma "Partygaming" und des damit ausgelösten Booms an den Börsen für Internet-Gaming-Unternehmen entschloss sich Mike Hansch im Sommer 2005, den Gang an die Börse zu wagen.

Mit der "Digital Views AG" war eine Aktiengesellschaft bereits vorhanden, deren Unternehmenszweck nun geändert, das Stammkapital im Herbst 2005 durch Einbringung der Tochtergesellschaften der Digital Media N.V. (die IEE Ltd. und die Cybertronix Inc.) auf insgesamt 32.000.00,00 EUR erhöht und der Name in "CasMaker gaming & entertainment AG" geändert wurde.

Dass diese Kapitalerhöhung zu 1,- EUR von den Altaktionären gezeichnet wurde fiel unter den Tisch.

Den stillen Beteiligten der "Digital Media N.V." wurde ein Umtausch ihrer Beteiligungen in Aktien bzw. die vollständige Rückzahlung der ursprünglichen Einlage angeboten.

In der Hauptversammlung der CasMaker AG wurde am 9. September 2005 beschlossen, das Grundkapital der CasMaker AG gegen Bareinlage von 32 Millionen Euro um weitere 8 Millionen Euro auf bis zu 40 Millionen Euro durch Ausgabe von bis zu 8 Millionen neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie zu erhöhen.

Die Aktien der CasMaker AG wurden dann seit dem 14. September 2005 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Entry Standard gelistet.

Die Gesellschafter der CasMaker AG nahmen die hohen Nettoerträge ihres Onlineportals BetOnUSA.com zum Anlass, auf ihrer Hauptversammlung am 13. März 2006 eine Umfirmierung der Holding von CasMaker AG in Betonusa AG vorzunehmen. Damit läutet die neue Betonusa AG ihre für Mai 2006 geplante Emission an der Frankfurter Wertpapierbörse am geregelten Markt ein.

Zwischendurch gab es immer wieder teils sehr schlechte Presse wegen Vorwürfen über das undurchsichtige Geschäftsmodell oder Unregelmäßigkeiten in der Bedienung der Ausschüttungen der stillen Beteiligungen. Zudem wurde regelmäßig die mangelnde Kommunikation gegenüber den Aktionären und die gesamte IR-Arbeit in der Öffentlichkeit und der Finanzpresse stark bemängelt, was auch zu einer sehr turbulenten außerordentlichen HV am 9. August 2006 geführt hatte, zu der immerhin 100 Aktionäre persönlich erschienen waren, nicht aber einige verantwortliche Personen wie auch Maik A. Hansch, der auf Antrag seiner Großaktionärin Digital Media N.V. zum Aufsichtsrat gewählt werden sollte, aber durch Abwesenheit glänzte und zu diesem Zeitpunkt nicht auffindbar war.

Am 21.07.2006 erfolgte die Billigung des Wertpapierprospekts der Betonusa AG durch die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Ende Juli 2006 wurde die Genpage Holding AG übernommen. Dadurch wurden die bisherigen Geschäftsfelder um den Bereich Payment Processing erweitert.

Im Oktober 2006 erfolgte dann im Rahmen eines so genannten "Asset Deals" die Übernahme des Spielbetriebs und der Software der Firma Worldgaming PLC, London.

Im Februar 2007 wurde die Genpage Holding AG sowie zwei Tochtergesellschaften wieder verkauft, um sich erneut auf das Geschäftsfeld "Gaming und Entertainment" zu konzentrieren.

Im März 2007 wurden umfangreiche Änderungen der zukünftigen Unternehmensstrategie und eine erneute Änderung des Firmennamens in "MioBet AG" beschlossen.
 

Seit 2005 war Arno Waschkau Vorstandsmitglied der CasMaker AG und sollte die Kommunikation und das angeschlagene Image verbessern. Zuvor war er in leitender Funktion bei Polygram Deutschland, bei der EXPO 2000 und bei Sat 1.

Aufgrund eines Urteils des LG Hannover vom 8.April 2008 wurde der Beschluss der Hauptversammlung in Bezug auf die Namensänderung für nichtig erklärt. Deshalb führt die Gesellschaft weiter den Namen Betonusa AG.

Am 13.2.2009 meldet die Betonusa AG Insolvenz an. Das Finanzamt Hannover-Nord hat gegen die Gesellschaft Steuerbescheide mit Steuernachforderungen in Höhe von zusammen über 92 Mio. Euro erlassen. Selbst die Kosten für ein Einspruchsverfahren übersteigen die verblieben Liquidität der Gesellschaft.
 

Seitengestaltung © Joachim Hahn
Informationen teilweise von Betonusa AG bzw. MioBet AG