Infoticker 2021 - aktuelle Informationen zum Sammelgebiet DM-Aktien

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Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen ohne jegliche Gewähr. Bei verändertem Informationsstand werden ggf. Korrekturen vorgenommen. Für konstruktive Hinweise (bitte per Email oder Telefon) bedanke ich mich. Die Chronologie geht von unten nach oben. Der erste Eintrag des Jahres steht ganz unten, der jeweils neueste ganz oben.

 

Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Köln
Dies ist der erste DM-Jahrgang von 1952 mit dem riesigen Nennwert von  > 1 Million DM, aufgeteilt in 1000 Aktien x 1000 DM.
Es ist ein Probedruck aus dem Druckereiarchiv von Oldenbourg mit der Nummer 0000 und der typischen Nadelperforation zur Entwertung.
In dieser Form wohl R 10 - also nicht mehr als 5 Stücke bekannt. Die Aktie gibt auch als "gelaufene", wie viele davon kann ich leider nicht sagen.
Interessant auch, dass die Globalaktie eine komplett andere Farbe hat als die kleinen Nennwerte. Oft wurde sonst die Farbe des Nennwertes verwendet mit dem multipliziert wird, in diesem Fall wäre das die 1000er, die aber orange ist.
 

 

Einhell Aktiengesellschaft, Landau a.d.Isar
Die Einhell Germany AG ist ein Werkzeughersteller mit Sitz in Landau an der Isar. Die Holding des Einhell-Konzerns ist im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Einhell gliedert sich in die zwei Geschäftsfelder Werkzeuge sowie Garten und Freizeit. Weltweit beschäftigt der Konzern 1600 Mitarbeiter.
Als Josef Thannhuber Anfang der 1960er Jahre das Installationsgeschäft seines Onkels Hans Einhell übernahm, ahnte er noch nicht, welche Erfolgsgeschichte er damit schreiben würde. Im Jahr 2020 ist die Einhell AG einer der globalen Marktführer Deutschlands in der Do-It-Yourself-Branche. Mitte der 1980er Jahre wurde Einhell vom mittelständischen Familienunternehmen zur international aufgestellten Aktiengesellschaft. 1987 wurde die öffentliche Börsennotiz beschlossen und umgesetzt.
Mit diesen Aktien ging man im Mai an die Börse. Es ist bis heute der einzige im Sammlermarkt bekannte Jahrgang. Diese seltenen Blanko-Aktien stammen aus dem Druckereiarchiv von Oldenbourg in München. Sie haben zur Entwertung die typische Nadelperforation und das rückseitig bedruckte Oldenbourg-Papier der Probedrucke. Die verfügbaren Stückzahlen waren gering, einstellig, kaum mehr als R10. Gelaufene (nummerierte) Papiere sind mir bis heute nicht bekannt. Möglicherweise gab es aber in der Vergangenheit die eine oder andere Auslieferung des kleinen Nennwerts.
Hier die Vorzüge  > 50 DM von 1987 und  > 10 x 50 DM von 1987.

 

 

Ludwigshafener Walzmühle, Ludwigshafen am Rhein
Die Walzmühle wurde im Jahr 1885 von der Firma Kaufmann, Strauß und Co. aus Frankenthal als Handelsmühle gegründet. 1906 wurden nach einem Großbrand die heute noch bestehenden Gebäudegruppen nach einem Entwurf des Ludwigshafener Bezirksbaumeisters Adolf Lipps wieder aufgebaut.
Durch ihren Standort unmittelbar am Rheinufer und an der Eisenbahnlinie war die Walzmühle von großer wirtschaftlicher Bedeutung und entwickelte sich zu einer der größten und modernsten Mühlen Europas. Der Mühlenbetrieb wurde 1985 stillgelegt. 1998 wurde der gesamte Gebäudekomplex zu einem Einkaufszentrum umgebaut. Er begrenzt das Rheinufer Süd nach Norden hin. In der ehemaligen Direktorenvilla befindet sich seit November 2000 das Ernst-Bloch-Zentrum.
Die hier vorgestellte Aktie ist eines der ganz seltenen Stücke der AG aus der DM-Zeit. Es existiert nur dieser eine Jahrgang 1951 in den Nennwerten 100 und 1000 DM, beide als "gelaufene" (nummerierte) bekannt.
Hier ein seltener Probedruck aus dem Druckereiarchiv von Oldenbourg. Guillochendruck, unbeschädigtes Trockensiegel, Wasserzeichenpapier, Nadelperforation zur Entwertung kennzeichnen diese raren Aktien. In dieser Form nur in minimaler Menge im Markt bekannt, vermutlich im unteren 1-stelligen Bereich. Regionalhistorisch ein absolutes Highlight.
Die  > Blankoversion der 1000er ist vermutlich sogar seltener als die "gelaufene", und auch noch ein  > voller Couponbogen mit alten, großen Coupons ist dabei.

 

 

BASF Badische Anilin & Soda Fabrik, Ludwigshafen
Wenn Sie die Überschrift lesen werden Sie denken, was stellt der uns für ein Massenpapier vor. Könnte man zunächst meinen, aber in diesem Fall weit gefehlt.
Vorliegende Aktie stammt aus dem Druckereiarchiv von Giesecke & Devrient, der Mantel ist durch zwei ganz kleine Löcher entwertet, der volle Couponbogen ist durch die bekannte G&D Nadelperforation entwertet.
Es ist das erste Mal, dass ich eine der alten BASF-Aktien mit Couponbogen gesehen habe. Das Papier stammt von Ende der 1970er Jahre, war eine Zeit lang im Ausbildungsbereich einer Bank unterwegs und lag dann Jahrzehnte unberührt und unerkannt in einer Schublade. Der Zustand ist gut, aber nicht perfekt, der helle Papierrand ist etwas vergilbt. Auf jeden Fall schon wegen der Dividendenscheine etwas ganz besonderes.
Hier nun das Bild der  > 500 DM von 1961 und der  > Couponbogen mit den alten großen Coupons.

 

 

Kurfürsten Bräu AG, Bonn
Die Gesellschaft wurde im Jahr 1897 als Bürgerliches Brauhaus Bonn AG gegründet. Sie entstand durch den Zusammenschluss der Brauerei zum Bären Franz Josef Gervers Nachfolger, der Adler-Brauerei Otto Wolter und der Brauerei Hermann August Wirts. Nach dem Krieg im Jahr 1950 wird der Firmenname auf Kurfürsten-Bräu AG geändert. Im laufe der Jahre kaufte die Dortmunder Union-Brauerei AG über 98 % der Aktien auf.
1990 ging das Unternehmen dann im Großaktionär Brau und Brunnen auf, die inzwischen aus der Dortmunder Union und Schultheiss als eine der größten deutschen Brauereigruppen entstanden war. Der Name Kurfürsten Bräu AG blieb noch für kurze Zeit erhalten indem die AG als Grundstücksgesellschaft zur Verwaltung der eigenen Liegenschaften fortgeführt wurde. Das operative Geschäft wurde in die neue Muttergesellschaft integriert. Die AG ist 1993 erloschen, eine der Biermarken, das Kurfürsten-Kölsch wurde von der "Bergische Löwen-Brauerei, Köln" übernommen.
Alte Aktien der Kurfürsten Bräu AG werden kaum noch angeboten. Regional- und branchenhistorisch sind die Papiere überaus interessant. Die Aktie  > 100 DM von 1958 ist die einzige die der Sammlermarkt als "gelaufene" kennt. Die Exemplare haben meines Wissens alle seitlich links eine Abheftlochung und sind alters entsprechend in einem prima Erhaltungszustand. Sie haben sonst keine typische Entwertungskennzeichnung wie Siegellochung, Stempel etc.
Aus dem gleichen Jahr sind noch drei Globalaktien als Probedrucke von Oldenbourg über 160tsd., 800tsd. und eine Million DM bekannt. Alle extrem selten.
Nachtrag: Die Globalaktien sind ziemlich sicher Einzelstücke. Die 800tsd. besteht aus 1600 x 500 DM. Also müsste es auch den kleineren Nennwert 500 DM geben. Falls jemand so ein Stück hat einfach melden, ich würde
es dann hier vorstellen.

 

 

ASKO Deutsche SB Kaufhaus Aktiengesellschaft - Metro AG, Saarbrücken
Ich habe nicht nachgeprüft, ob ich die seltene, "gelaufene" 1976er Asko hier schon mal vorgestellt habe. Jedenfalls ist das alles andere als ein Massenpapier. Es gibt ein paar Stücke, die zur Lochentwertung noch "entwertet" Stempel haben. Optisch allerdings gar nicht so sehr auffällig, trotzdem um 30,00 EUR reduziert.  > Hier anzusehen.

 

 

Baugilde Nord Aktiengesellschaft, Nieder-Roden
Die Baugilde Nord war vorwiegend im Wohnungsbau tätig. Erstellt wurden Einfamilienhäuser sowie auch größere Objekte mit Eigentumswohnungen. Die Aktiengesellschaft entstand im Jahr 1971 durch Umwandlung einer GmbH. Die frisch gegründete AG wurde bereits im Jahr 1974 wieder in eine GmbH umgewandelt.
Der Firmensitz war in Nieder-Roden, das ist mit über 15.400 Einwohnern (Stand 2015) der größte Stadtteil von Rodgau im südhessischen Landkreis Offenbach.
Aus der DM-Zeit sind die Emissionen 1971 und 1973 aus dem Druckereiarchiv im Sammlermarkt bekannt. Bekannt sind nur hohe Nennwerte mit 5.000 und 10.000 DM, alle sehr selten. Die Marktverfügbarkeit lag max. im mittleren 1-stelligen Bereich. Gelaufene (nummerierte) Papiere sind bisl heute im Sammlermarkt nicht bekannt, die hohen Nennwerte deuten darauf hin, dass es nur eine Hand voll Großaktionäre gab. Regionalhistorisch ein absolutes Highlight. Druck von Oldenbourg in München, bestens erhalten, entwertet durch Nadelperforation und das typische, rückseitig bedruckte Oldenbourg-Papier der Probedrucke.
Hier die Aktie 10.000 DM von 1973 und ein toller Couponbogen mit alten, großen Coupons.

 

 

Rhön Klinikum Aktiengesellschaft, Bad Neustadt an der Saale
Die Rhön-Klinikum AG ist eine private börsennotierte Betreibergesellschaft von Krankenhäusern, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren. Rhön-Klinikum erzielte 2019 einen Umsatz von 1,30 Mrd. Euro und dabei Gewinn von 44,48 Mio. Euro erzielt.
Vorläufer war die 1970 gegründete Kurbetriebs- und Verwaltungsgesellschaft m.b.H, aus der 1973 die Rhön-Klinikum GmbH hervorging. Die GmbH wurde 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, im November 1989 erfolgte der Börsengang. Damit war die Rhön-Klinikum der erste börsennotierte Klinikkonzern in Deutschland.
Von der Gründeremission 1989 an gibt es noch 5 weitere Ausgabejahre,  > diese letzte gedruckte Version des Jahres 1999 als Stückaktien. Diese seltenen Blanko-Aktien stammen aus dem Druckereiarchiv von Schleicher & Schuell. Sie haben zur Entwertung die typische Nadelperforation und das rückseitig bedruckte Schleicher-Papier der Probedrucke. Die verfügbaren Stückzahlen waren gering, einstellig, kaum mehr als R10.

 

 

Neue Heilanstalt für Lungenkranke Waldsanatorium Dr. Schröder, Schömberg, Kreis Calw
Die heute noch bestehende Klinik wurde bereits 1888 bis 1898 von Dr. Johannes Baudach in Konkurrenz zum ersten Sanatorium in Schömberg, nach Plänen des Stuttgarter Architekten Christian Burger errichtet, 1899 von Dr. Georg Schröder übernommen, 1949 in Waldsanatorium Dr. Schröder umbenannt und ist heute heute die Klinik Schömberg.
Die Anteilscheine sind undatiert, dürften aber aus den 1960er, spätestens 1970er Jahren stammen. Die Gesellschaft firmierte als GmbH und gab diese Anteile als Namenspapiere aus. Branchen- und regionalhistorisch überaus interessante Papiere, die kaum bekannt sind. Im Sammlermarkt ist nur dieser eine Nennwert über 12.000 DM verfügbar. Nur als Blankodruck aus dem Druckereiarchiv bekannt. Die hier angebotene Ausgabe ist nur in niedriger 1-stelliger Stückzahl im Markt vorhanden (R10). Gedruckt bei Christian Belser (Belserdruck) in Stuttgart.  > Hier als völlig unentwertete Version.

 

 

Metallwerk Biebighäuser KGaA, Opladen, Leverkusen
Die Metallwerk Biebighäuser wurde im Jahr 1932 gegründet und lieferte bereits 1948 die ersten Teile in die Automobilindustrie.
Aus diesen Anfängen heraus entwickelte sich bis heute das Kerngeschäft "Automotive" kontinuierlich weiter.
Der Schwerpunkt der Produktpalette bildet die Auslegung, Entwicklung und industrielle Herstellung von Rohrformteilen, medienführenden Systembaugruppen sowie spezialisierten Verbindungsteilen im Antriebsstrang.
Technologisch ist Biebighäuser Experte in der Rohrumformung mit vor- und nachgelagerten Produktionsverfahren wie Hydroforming, Löten von Stahl, Edelstahl und Aluminium sowie automatisierten Montageprozessen.
Zu den Kunden gehören Konzerne wie Daimler, Volkswagen, BMW, Audi, Opel, General Motors und viele mehr. Einige Zeit (spätestens ab 1972) firmierte die heutige GmbH als Kommanditgesellschaft auf Aktien.
Aus dieser Zeit stammen diese seltenen Aktien.
Aus der DM-Zeit sind im Sammlermarkt nur die Jahrgänge 1972 (500) und 1973 ( > 100 Vorzugsaktie und  > 10.000 Stammaktie), alles Namensaktien, bekannt. Alle als Blankodrucke aus dem Druckereiarchiv.
Branchen- und regionalhistorisch ein absolutes Highlight. Druck von Oldenbourg in München, bestens erhalten, entwertet durch die typische Nadelperforation der Probedrucke. Die gesamte Marktverfügbarkeit lag bei je ca. 5-6 Stücken, die 500er vermutlich noch geringer. Zur Vorzugsaktie gibt es auch noch einen  > Couponbogen.

 

 

Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln
Durch die Initiative des Caspar Garthe wurde 1858 die "Actiengesellschaft Zoologischer Garten zu Cöln" mit einem Stammkapital von 100.000 Talern gegründet. Der Zoo eröffnete dann im Juli des Jahres 1860. Nach Berlin und Frankfurt war es der dritte Zoologische Garten in Deutschland.
Der Kölner Zoo hatte im Jahr 2019 über 1,3 Millionen Besucher und gehört somit zu den meist besuchten Einrichtungen seiner Art in Deutschland.
Die Aktien aus der Reichsmarkzeit und die ersten DM-Aktien des Jahres 1960 hatten noch eine vergleichsweise bescheidene Optik. Diese Papiere des Jahres 1994 wurden dann im Druckbild völlig neu gestaltet und sind optisch ein absolutes Hightlight. Der Druck stammt von Oldenbourg in München, trägt die Nummer 000, eine Muster-Nadelperforation und rückseitig die typische Oldenbourg-Bedruckung der Archivstücke. Die Verfügbarkeit ist sehr gering, R 9.  Es existieren von dieser Ausgabe auch "gelaufene" (nummerierte) Stücke im Sammlermarkt, allerdings haben diese dann einen großen "Ungültig-Stempel" vorne drauf, mitten im Druckbild, und können optisch mit diesen makellosen Probedrucken nicht mithalten.
Hier die Bilder: Nennwert  > 600 DM von 1994 und  > 60 DM von 1994.
 

 

In eigener Sache
Ich habe das an anderer Stelle schon kommuniziert. In den letzten 5-6 Jahren habe ich hier und in Facebook immer wieder interessante Aktien vorgestellt. Im Bereich der DM-Aktien hat sich das oft überschnitten und machte die doppelte Arbeit.
Seit Anfang Dezember gilt: Da nicht alle in Facebook unterwegs sind gibt es DM-Aktien mit wenigen Ausnahmen nur noch hier im Infoticker, alles andere in Facebook.

Wer die Infomail oder Sammlerangebote bekommt - Hinweis für Ihren gesicherten Email-Empfang:
Viele US-Anbieter (z.B. Google/googlemail/gmail, Microsoft/hotmail, AOL, Apple/icloud, Yahoo u.a.) haben inzwischen leider sehr aggressive Spamfilter und Verifizierungsvorschriften. So steht z.B. das Wort "Aktien" immer noch bei vielen auf der Blacklist.
Wenn Sie sicherstellen wollen, dass sie meine Mails immer zuverlässig erhalten geben Sie die Domain sammleraktien-online.de oder  *@sammleraktien-online.de in Ihrem Spamfilter frei bzw. setzen sie diese auf die white-list. Alternativ benutzen Sie einen Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum (web.de, gmx.de etc.)  Bei Fragen hierzu bitte einfach melden.

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